E-AUTO-REVOLUTION: WINTERTAUGLICH, BRANDSICHER UND BILLIGER – 2026 KOMMT DAS ERSTE SERIENMODELL MIT SALZ-BATTERIE

Start im Sommer

E-Auto-Revolution: Wintertauglich, brandsicher und billiger – 2026 kommt das erste Serienmodell mit Salz-Batterie

Kochsalz statt Lithium: Die neueste Batterietechnik von CATL könnte den E-Auto-Markt völlig verändern. Das erste Serienmodell kommt schon im Sommer

Yakeshi – Der chinesische Autohersteller Changan und der Batterie-Weltmarktführer CATL bringen ab Mitte 2026 das erste Serienauto mit Natrium-Ionen-Batterie auf den Markt: den Changan Nevo A06. Natrium ist der Hauptbestandteil von gewöhnlichem Kochsalz und praktisch unbegrenzt verfügbar – ein radikaler Unterschied zum knappen und teuren Lithium, das derzeit in fast allen Elektroautos steckt. Die neue Technologie könnte Elektroautos deutlich günstiger machen, da die Rohstoffe billiger sind und nicht aus politisch sensiblen Regionen importiert werden müssen. CATL hat nach eigenen Angaben zehn Jahre an der Technologie geforscht, umgerechnet rund 1,2 Milliarden Euro investiert und knapp 300.000 Testzellen entwickelt.

Die sogenannte Naxtra-Batterie von CATL erreicht eine Energiedichte von 175 Wattstunden pro Kilogramm und ermöglicht damit Reichweiten von mehr als 400 Kilometern. Mit der Weiterentwicklung der Lieferkette sollen künftig 500 bis 600 Kilometer bei reinen Elektrofahrzeugen möglich sein. CATL wird die Batterien für alle Marken der Changan-Gruppe liefern, darunter AVATR, Deepal, Qiyuan und UNI.

Winterprobleme ade: Natrium-Akku hält Leistung stabil

Das vielleicht größte Problem von Elektroautos im Winter – der massive Reichweitenverlust bei Kälte – löst die Salz-Batterie auf spektakuläre Weise. Bei minus 30 Grad Celsius liefert sie laut Unternehmensangaben fast dreimal so viel Leistung wie vergleichbare Lithium-Eisenphosphat-Batterien. Bei extremen minus 40 Grad behält sie noch über 90 Prozent ihrer Kapazität, und selbst bei minus 50 Grad arbeitet sie stabil weiter. Herkömmliche Lithium-Batterien verlieren dagegen durch verlangsamte chemische Reaktionen im Winter schnell zehn bis 30 Prozent ihrer Leistung – das zeigte zuletzt eindrucksvoll ein Elektroauto-Reichweitentest in Norwegen.

Natrium-Akku: Brandgefahr kaum noch gegeben – laut CATL

Noch beeindruckender sind die Sicherheitstests: CATL hat nach eigenen Angaben die Batterien mit Sägen bearbeitet, durchbohrt und zerquetscht – ohne dass Feuer oder Rauch entstanden. Selbst nach diesen extremen Beschädigungen lieferte die Batterie weiter Strom. Das ist ein fundamentaler Unterschied zu Lithium-Batterien, die bei schweren Unfällen in Brand geraten können. Die geringere Brandgefahr von Natrium-Batterien liegt an ihrer Zellchemie, die deutlich stabiler ist. (Quellen: CATL, Changan, eigene Recherche) (sop)

2026-02-13T13:14:44Z